Kurz nach dem Umstieg auf die Personenbeförderung konnte Dr. Richard auch den Betrieb eines Gelegenheitsverkehrs aufnehmen. Durch die Vielzahl von Aktivitäten im öffentlichen Verkehr und im Reisebusverkehr stiegen die Umsätze kontinuierlich, sodass im Jahr 1958 mehr als 20 eigene Autobusse fast rund um die Uhr eingesetzt wurden.
Anfang der 50er-Jahre konnte man endlich Kredite erhalten. Es gab die ersten gebrauchten Autobusse, und bereits im Jahr 1951 wurde der erste neue Bus – ein Gräf und Stift ON 120 in Betrieb genommen.
Die zunehmend stärkere Besiedlung der Außenbezirke von Wien und die Tatsache, dass der Busbetrieb sparsam und effizient geführt wurde, ermöglichte weiteres substantielles organisches Wachstum. Das Hauptproblem lag im Jahr 1965 weniger auf der finanziellen Seite, auch Fahrzeuge konnten in ausreichender Menge beschafft werden, sondern beim Personalmangel, da es zu wenige Lenker mit der Berechtigung für die Gruppe „D“ gab.
Da die damaligen Mitbewerber und Partner wie auch die Gemeinde Wien die selben Probleme hatten, erhielt die Firma Dr. Richard im Mai 1966 als erster privater Verkehrsbetrieb einen Vertrag, auf Grund dessen sie die ehemalige Straßenbahnlinie 73 mit eigenen Bussen mit Fahrkarten der Wiener Verkehrsbetriebe im Auftrag befahren konnte.


