Der Anfang

Der Beginn der unternehmerischen Tätigkeit der Firma Dr. Richard lag in der unmittelbaren Nachkriegszeit. 1942 begann der Betrieb zunächst mit der Güterbeförderung mit einem Fahrzeugbestand von sieben gebrauchten Lastkraftwagen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht.

Bald erkannte der Unternehmensgründer Dr. Ludwig Richard, dass der Lastentransport durch übergroße Konkurrenz kaum kostendeckend geführt werden konnte. Daher entschied er sich, den damaligen Gegebenheiten und Möglichkeiten entsprechend, die vorhandenen LKWs auf Personenbeförderung umzubauen und im damaligen mit Personenbeförderung unterversorgten Burgenland Linienverkehre einzurichten.

In den Jahren der Nachkriegszeit waren die Vorläufer der heutigen Kraftfahrlinienkonzessionen sogenannte „Fahrbefehle“. Damit durfte als erste Buslinie die Strecke von Wien nach Mönichkirchen – Friedberg – Oberwart – Stegersbach – Güssing betrieben werden. Ein Teil der Linie führte auch über ungarisches Gebiet, wo die Begleitung durch einen ungarischen Zollbeamten vorgeschrieben war.

In dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit wurde der Fuhrpark bis 1951 auf zehn alte, umgebaute LKW ausgedehnt, gebrauchte Busse gab es nicht, und neue waren zu teuer. Schon damals gab es zahlreiche Kleinstfirmen, die in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, und die in der Folge mitsamt ihren Linienstrecken übernommen werden konnten. Auf diese Weise konnten die Kraftfahrlinien in die Lobau, nach Kagran, ins Liebhartstal, am Gallitzinberg und am Heuberg erworben werden. Ebenso bald darauf die Strecken Wien – Mattersburg – Nikitsch und ins Waldviertel nach Zwettl.

 

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